Beitrags-Archiv für die Kategory 'Wissenstransfer'

Kennzahlen zur Fluktuation

Thursday, 1. May 2008 10:08

Fluktuation entsteht, wenn Mitarbeiter aus dem Unternehmen ausscheiden und die frei gewordenen  Stellen durch neue Mitarbeiter besetzt werden. Diese weite Definition wird je nach Betrachtungswinkel eingeschränkt:

  • Die natürliche Fluktuation erfasst die Mitarbeiter, die auf Grund ihres Ruhestands oder durch Todesfall aus dem Unternehmen ausscheiden. Die natürlich Fluktuation ist weitgehend starr.
  • Die Mitarbeiterfluktuation i.e.S. bezeichnet die Fälle, in denen Mitarbeiter freiwillig und vorzeitig aus dem Unternehmen ausscheiden. Sie wird auch als unternehmensexterne Fluktuation bezeichnet und ist die eigentlich interessante Kennzahl, da sie vom Unternehmen beeinflussbar ist.

Die Fluktuationsquote gibt an, wie viel Prozent der Belegschaft jährlich von einer der Fluktuationsarten betroffen sind. Im Bereich Wissensmanagement ist die Fluktuationsquote eine wichtige Kennzahl, da ausscheidende Mitarbeiter einen Wissensverlust für das Unternehmen bedeuten.

In einem Interview mit der Zeitschrift “Impulse” (April 2008) nennt der Unternehmensberater Professor Hermann Simon drei Kennzahlen zur Mitarbeiterfluktuation: Deutsche Spitzenunternehmen weisen demnach nur 2,7% jährliche Fluktuation auf, wohingegen der deutsche Mittelwert bei 7,3% liegt.

Richtige Probleme haben dagegen die Chinesen: In dem gleichen Artikel werden für China 25% jährliche Mitarbeiterfluktuation genannt. Somit wird in einem chinesischen Unternehmen statistisch die gesamte Belegschaft alle vier Jahre ausgetauscht. Kann dort die Wissensdivende zur Auszahlung gelangen?

Thema: Wissensdividende, Kennzahlen, Wissenstransfer | Kommentare (0) | Autor: Thomas Träger

Wissensverlust durch Rente kaum Thema

Saturday, 26. April 2008 7:04

Nur wenige Unternehmen fürchten heute schon den Wissensverlust, der ihnen “morgen” in Form des Ruhestands wichtiger Mitarbeiter bevorsteht. Dieses mangelnde Problembewusstsein trifft man  nicht nur bei uns, sondern auch in den USA an. Folgende Zahlen belegen dies:

Bei einer von Monster.com im Sommer 2007 unter 550 HR-Managern durchgeführten Studie gaben lediglich 12% der Teilnehmer an, sie würden die “Verrentung des Wissens” als wichtiges Thema sehen. Und dies, obwohl die gleichen Teilnehmer nach eigenem Bekunden bis 20% ihrer Belegschaft im nächsten Jahrzehnt in Rente gehen sehen.

Thema: Kennzahlen, Wissenstransfer | Kommentare (0) | Autor: Thomas Träger

Wissenstransfer verkürzt Einarbeitungszeit um ein Drittel

Friday, 21. March 2008 23:18

Wenn Fach- und Führungskräfte den Job wechseln, geht oft wertvolles Wissen verloren. Ein Grund dafür ist, dass nach einer Studie der Delphi-Group 42% des Unternehmenswissens lediglich in den Köpfen der Mitarbeiter existiert. Dieses implizite Wissen ausscheidender Experten zu bewahren ist Anliegen verschiedener Wissenstransfer-Konzepte, wie der VW-Wissensstafette, Nova-PE oder W-Transfer.

Der strategische Nutzen der Wissenstransfer-Maßnahmen liegt in der Sicherung unternehmenskritischen Wissens. Dieser Nutzen lässt sich naturgemäß schwer quantifizieren.

Vom ausscheidenden auf den nachrückenden Mitarbeiter übertragenes Erfahrungs- und Handlungswissen erleichtert aber auch die Einarbeitung. Bei VW geht man davon aus, dass durch Wissenstransfer-Maßnahmen die Einarbeitungszeit um 30% gesenkt werden kann. Dieser Nutzen kann in Euro und Cent ausgedrückt werden und Grundlage eines Evidenzbasierten Wissensmanagements sein.

Thema: Kennzahlen, Wissenstransfer | Kommentare (0) | Autor: Thomas Träger